Andreas Heck

Andreas Heck

Selbständiger Webdesigner

Regeln für mehr Glück, frei nach Epikur

Ich habe zuletzt das Buch Wer bin ich – und wenn ja wie viele? von Richard David Precht zu Ende gelesen. Gegen Ende dieser philosophischen Reise stellt der Autor 7 Regeln für mehr Glück zusammen, frei nach dem Philosophen Epikur bzw. der modernen Psychologie und Glücksforschung. Die Regeln sind so einfach wie einleuchtend. Ein wenig auf sie zu schielen und sie vielleicht gar zu beherzigen, kann sicherlich nicht schaden. Ich habe die Regeln ein wenig ausformuliert; ohne auch nur im Ansatz daran zu denken, nun auch in die Zunft der Lebensberatungsbücherschreiber einzutreten.

Regel 1: SEI AKTIV!
Wir brauchen viel Aktivität, um glücklich zu sein. Dazu müssen wir unseren Geist immer mit neuen Themen beschäftigen und auf Trab halten, ebenso wie wir unseren Körper mit sportlichen Betätigungen fit halten müssen. Wir sollten auf Abwechslung und Neues setzen, nicht auf Routine oder das immer Gleiche und Gewohnte. Die Herausforderungen des Unbekannten machen glücklicher als die scheinbare Sicherheit des Bekannten.

Regel 2: LEBE SOZIAL!
Familie, Partner und Freunde „können einen Rahmen schaffen, in dem wir uns aufgehoben fühlen“ (Precht). Ein gemeinsames Erlebnis mit dem Partner, der Familie und Freunden steigert das Glückserlebnis eines Ereignisses deutlich. Das Erleben ist in Gemeinschaft intensiver.

Regel 3: KONZENTRIERE DICH!
Wir müssen das Hier und Jetzt genießen. „Je intensiver man sich auf jemanden einlässt, umso tiefer sind Gefühl und Mitgefühl.“ (Precht) Wir sollten immer alles „ganz und gar tun“ (Precht), keine halben Sachen.

Regel 4. HABE REALISTISCHE ERWARTUNGEN!
Wir dürfen uns weder überfordern noch unterfordern. „Glück ist eine Frage dessen, was man erwartet.“ (Precht) Wenn wir Erwartungen haben, die sich nicht erfüllen können, sind Enttäuschung und damit Unglück vorprogrammiert. Wenn wir realistische Erwartungen haben, können diese sich auch erfüllen und das macht uns zufrieden.

Regel 5. HABE GUTE GEDANKEN!
Glücksgefühle sind „eine Folge der »richtigen« Gedanken und Gefühle“ (Precht). Unsere Gedanken sollten Lust erzeugen und Unlust vermeiden. Der Trick dabei ist: »Tue so, als ob du glücklich wärst, und du wirst es sein!« Wenn wir bereits glauben, glücklich zu sein, sind wir es auch. Wir können trainieren, dem Leben vor allem das Gute abzugewinnen und das weniger Gute nicht so wichtig zu nehmen. Zum Beispiel, indem man ein Glückstagebuch führt. Wir sollten uns selbst auch nie mit anderen vergleichen („der ist viel reicher als ich“, „die ist viel schöner als ich“), um nicht an negativen Gedanken festzuhängen, sondern sollten stattdessen öfter einmal über uns selbst lachen.

Regel 6. GEHE GELASSENER MIT DEM (UN)GLÜCK UM!
Wir dürfen die Suche nach dem Glück nicht übertreiben. In jedem „Unglück liegt auch etwas Gutes.“ (Precht) Wir können lernen, auch im Unglück einen Sinn zu sehen. Wir dürfen nicht mit Umständen hadern, die wir ohnehin nicht ändern können, und sollten uns hüten, das Glück erzwingen zu wollen.

Regel 7. ERLEBE FREUDE DURCH ARBEIT!
Arbeit zwingt uns, aktiv zu sein (siehe Punkt 1) und wie die meisten Menschen brauchen auch wir Druck, um hinreichend viel zu tun. Wenn wir viel tun und entsprechend viel erledigen, werden wir zufrieden und damit glücklich.

[Foto gemeinfrei: „Jumping Giulia Salar de Uyuni Bolivia Luca Galuzzi 2006“ von Klaas vaak, Quelle: Wikipedia]

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