Andreas Heck

Andreas Heck

Selbständiger Webdesigner

Für die Bienen – Mit Blumen gegen die Chemiekonzerne

Während des Zweiten Weltkrieges (#WKII) beutete die I.G. Farben Häftlinge des Konzentrationslagers Auschwitz aus. Nach 1945 wurde dieses Chemiemonstrum zerschlagen und neben einigen anderen Firmen gingen #BASF und #Bayer aus dem Konzern hervor. (Ich denke unwillkürlich an die Köpfe der #Hydra.)

Die beuten heute – neben vielem – Landwirte aus, die dann willfährig deren #Pestizide ohne Sinn und Verstand ausbringen, woraufhin die #Bienen massiv sterben, die doch für nicht weniger als 70% unserer Lebensmittel verantwortlich sind.

Das Gefährliche daran hat auch irgendwann die EU-Kommission begriffen und ein vorläufiges Verbot für einige Produkte mit sog. #Neonicotinoiden verhängt, die inzwischen mitverantwortlich für das massive #Bienensterben (in Europa sind bereits 40% der Bienenvölker verschwunden) gemacht werden. (Auch wenn die Chemikonzerne das nicht nur vehement mit gekauften Studien bestreiten, sondern auch Wissenschaftler, die eine Beeinträchtigung belegen, massiv unter Druck setzen.)

Gegen dieses Verbot ihrer als gefährlich eingestuften Produkte klagen nun BASF, Bayer und die Schweizer Drecksspritze #Syngenta und verlangen Schadenersatz. Vielleicht wäre es besser gewesen, man hätte damals nach den Nürnberger Prozessen den Teilen der I. G. Farben nicht erlaubt, sich neu zu gründen? Und vielleicht sollten wir als Gesellschaft Schadenersatz von den Konzernen verlangen, die unsere Umwelt und damit unseren Lebensraum so erheblich beeinträchtigen und schädigen? Warum nicht? Wegen der Arbeitsplätze? …
Ebenso kann man nicht umhin zu fragen, inwieweit ein kapitalistischer Schutz von Konzerninteressen den demokratischen Grundsätzen zuwider läuft?

Am 27. Mai ist Jahreshauptversammlung der Bayer AG. Die #Netzfrauen rufen dazu auf, an diesem Tag Blumen zu pflanzen zum Schutz der Biene und als ein Zeichen, dass wir nicht einverstanden sind!

Ganz nebenbei: Wenn wir alle kein Gemüse und keine Getreide(-produkte) mehr kaufen würden, die aus Hybrid-Sorten der Chemie-Riesen erwuchsen und mit deren Pestiziden geimpft wurden, sondern regionale Produkte alter Sorten aus eigenem Samenbestand der Bauern, die nicht gespritzt werden müssen, dann wären wir die Bienentöter irgendwann einmal los.


* Fußnote zum Verständnis:  Es ist eigentlich noch perfider: BASF & Bayer entwickeln sogenannte #Hybrid-Sorten mit bestimmten „tollen“ Eigenschaften, die aber allesamt nicht mehr von Natur aus mit Umwelteinflüssen und Schädlingen klarkommen können, sondern deshalb Pestizide, Wachstumshemer und andere Chemiemittel benötigen, um überhaupt ausreichend wachsen zu können. Diese schädlichen Stoffe nehmen wir dann über die Nahrung auf und reagieren u. a. mit #Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten darauf in immer stärkerem Maße. Doch das ist nicht schlimm: Denn bei BASF & Bayer entwickelt man auch Mittelchen gegen die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die durch ihre eigenen Produkte entstanden sind. Das ist so grandios raffiniert wie teuflisch.

[Foto: CC0 Creative Commons, freie kommerzielle Nutzung, kein Bildnachweis nötig, Quelle: Pixbay]

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