Andreas Heck

Andreas Heck

Selbständiger Webdesigner

Automotive Öko-Säue

Dass ein Großteil meiner Mitmenschen ökologisch betrachtet ziemliche Säue sind, ist keine neue Erkenntnis. (Dass auch ich keine klimaneutrale Lebensform bin ebenso.) Ein Mehr ist aber anscheinend immer noch möglich.

Heute beim Spazieren gehen fielen mir extrem viele Müllteile, vornehmlich Tüten und Verpackungen, auf, die sich an der Böschung des Bächleins vor Illerberg angesammelt hatten. Stutzig wurde ich auch deshalb, weil die vereinzelten Müllteile nicht gezielt an Ort und Stelle weggeworfen worden waren, sondern von weiter weg stammen mussten, da sie sich richtiggehend in den am Bachrand wachsenden Pflanzen verfangen hatten. Da sich westlich des Bächleins bis zur Landstraße 2031 nichts als freie Agrarflächen befinden, kann auch der Wind ungehindert über die Freifläche blasen.

Aber irgendwo westlich muss ja irgendeine Sau den Müll auf die Straße, respektive aus dem Auto geworfen haben, damit dieser dann so weit weg gepustet werden konnte, um letztlich dann im Strauchwerk des Vogelschutzgebietes [sic!] des „Illerberger Wasa“ hängen zu bleiben. Ein Stück weiter nördlich in Höhe Modellflugplatz dann kein am Strauchwerk hängen gebliebener Müll mehr, der wird dann wohl schon vorher irgendwo hängen geblieben sein, da sich dort Böschungen und Strauchwerk befinden.

Automotive Öko-Säue

Wenn man sich dann ansieht, was sich da alles ansammelt, dann spricht das eine deutliche Sprache: Tüten von Aldi, Müller und anderen Discountern und zuvorderst Verpackungen von McDonalds; allen voran jene braunen (Öko-Recyclingpapier? LOL!) Tüten, in denen man das Zeug im McDrive ausgehändigt bekommt.
Es darf also nicht verwundern, dass diejenigen, die sich freiwillig mit Müll ernähren, ein zwiespältiges Verhältnis zum Thema Müll haben :-/ Man verstehe mich nicht falsch: Ich gestehe jedem Erwachsenen zu, für sich zu entscheiden, von was er sich ernähren möchte. Ich selbst bevorzuge Lebensmittel – im wahrsten Sinne des Wortes. Das mögen andere anders halten. Geschenkt! Aber nur weil man sich einen Scheiß selbst einverleibt, sollte das nicht gleichbedeutend damit sein, Scheiße in die Umwelt zu verteilen!

Liebe Unterstützer von Billigprodukt-Discounter und Fast-Food-Ketten: Ich respektiere Eure Kaufentscheidung und Eure Form der Ernährung mag nicht mit meiner korrelieren, aber jedem das seine, mir das reine.

Aber dann seid wenigstens erwachsen genug, und verbringt Verpackungen in die Mülltonnen, wo sie hin gehören. Zumindest gehören sie nicht in die Natur!

Und wenn ihr noch gar nicht erwachsen seid, sondern Kids, die sich leider auch schon von all diesem Zeug ernähren und anscheinend keine gute Erziehung genossen haben:

Wehe, wenn ich Euch erwische!

8 Kommentare

  1. Bodo

    So etwas ärgert mich maßlos. Die Müllgebühren sind zwar hoch, aber einen Beutel Müll zu entsorgen kostet umgerechnet keine 50 Cent und die Natur zu vermüllen um sich das einzusparen… Wenn man sowas unbedingt machen muss, dann kann man den Beutel doch wenigstens an einer Raststelle neben den Mülleimer stellen!

    Auch im Winter wieder ganz auffällig sind die vielen Glasflaschen an den Straßenrändern. Was für ein rücksichtsloses und faules Arschloch muss man sein, dass man eine Flasche während der Fahrt aus dem Auto wirft? Die, die nicht gleich kaputtgehen, zerlegt dann der nächste Balkenmäher vom Bauhof und die Scherben stecken am Ende im Fahrradreifen oder Tierfuß.

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    1. Andreas Heck

      Wäre das Thema nicht so garstig, könnte ich mich freuen, dass nicht nur ich mich darüber entsetze. Für mich am erstaunlichsten ist dabei wirklich auch die Frage, wie rücksichtslos und faul man sein muss, ein Arschloch dazu, um so etwas zu tun?

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      1. Bodo

        Faulheit schadet meistens nur dem Faulen selbst -Rücksichtslosigkeit den anderen.

        Mal Tacheles: Bei so viel Rücksichtslosigkeit zu so geringem Eigennutzen (10m zum Mülleimer einsparen)… da ist in meinen Augen eigentlich eine psychologische Untersuchung fällig.

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