Automotive Öko-Säue

Dass ein Großteil meiner Mitmenschen ökologisch betrachtet ziemliche Säue sind, ist keine neue Erkenntnis. (Dass auch ich keine klimaneutrale Lebensform bin ebenso.) Ein Mehr ist aber anscheinend immer noch möglich.

Heute beim Spazieren gehen fielen mir extrem viele Müllteile, vornehmlich Tüten und Verpackungen, auf, die sich an der Böschung des Bächleins vor Illerberg angesammelt hatten. Stutzig wurde ich auch deshalb, weil die vereinzelten Müllteile nicht gezielt an Ort und Stelle weggeworfen worden waren, sondern von weiter weg stammen mussten, da sie sich richtiggehend in den am Bachrand wachsenden Pflanzen verfangen hatten. Da sich westlich des Bächleins bis zur Landstraße 2031 nichts als freie Agrarflächen befinden, kann auch der Wind ungehindert über die Freifläche blasen.

Aber irgendwo westlich muss ja irgendeine Sau den Müll auf die Straße, respektive aus dem Auto geworfen haben, damit dieser dann so weit weg gepustet werden konnte, um letztlich dann im Strauchwerk des Vogelschutzgebietes [sic!] des “Illerberger Wasa” hängen zu bleiben. Ein Stück weiter nördlich in Höhe Modellflugplatz dann kein am Strauchwerk hängen gebliebener Müll mehr, der wird dann wohl schon vorher irgendwo hängen geblieben sein, da sich dort Böschungen und Strauchwerk befinden.

Wenn man sich dann ansieht, was sich da alles ansammelt, dann spricht das eine deutliche Sprache: Tüten von Aldi, Müller und anderen Discountern und zuvorderst Verpackungen von McDonalds; allen voran jene braunen (Öko-Recyclingpapier? LOL!) Tüten, in denen man das Zeug im McDrive ausgehändigt bekommt.
Es darf also nicht verwundern, dass diejenigen, die sich freiwillig mit Müll ernähren, ein zwiespältiges Verhältnis zum Thema Müll haben :-/ Man verstehe mich nicht falsch: Ich gestehe jedem Erwachsenen zu, für sich zu entscheiden, von was er sich ernähren möchte. Ich selbst bevorzuge Lebensmittel – im wahrsten Sinne des Wortes. Das mögen andere anders halten. Geschenkt! Aber nur weil man sich einen Scheiß selbst einverleibt, sollte das nicht gleichbedeutend damit sein, Scheiße in die Umwelt zu verteilen!

Liebe Unterstützer von Billigprodukt-Discounter und Fast-Food-Ketten: Ich respektiere Eure Kaufentscheidung und Eure Form der Ernährung mag nicht mit meiner korrelieren, aber jedem das seine, mir das reine.

Aber dann seid wenigstens erwachsen genug, und verbringt Verpackungen in die Mülltonnen, wo sie hin gehören. Zumindest gehören sie nicht in die Natur!

Und wenn ihr noch gar nicht erwachsen seid, sondern Kids, die sich leider auch schon von all diesem Zeug ernähren und anscheinend keine gute Erziehung genossen haben:

Wehe, wenn ich Euch erwische!

Viel Heckmeck in der Zeitung

Die Vergangenheit holt einen immer wieder ein, auch wenn man meint, man könne sie durch Neuanfänge hinter sich lassen. Macht ja aber auch nichts.

Im Dezember bekam ich einen Anruf von Frau Schäfer von der Südwestpresse. Nachdem sie meinen Namen im Focus gefunden hätte, würde sie mich gerne zum Thema iPhone Apps interviewen. Hä? Bahnhof! Doch, doch, in der Tat würde ich erwähnt im Focus im Artikel “Ich und meine Super-App”, wer denkt sich solche Titel aus? Welch Verwunderung, wurde ich doch anno 2010 von einem Focus-Mann telefonisch befragt, als ich noch aktiv iPhone Apps programmiert hatte. Doch jetzt, Ende 2011, locker 18 Monate nach der letzten App-Veröffentlichung? Um so mehr verwundert hat mich die beharrliche Bitte von Frau Schäfer, mit ihr zum Thema ein Gespräch zu führen.

Na bitte, warum nicht, ich bin ja ein höflicher Mensch und “nein” sagen fiel mir noch nie leicht. Ich plauderte also aus dem Nähkästchen, war wie immer fürchterlich ehrlich – man hätte ja das eine oder andere geschönt darstellen können, Herr Heck, zefix! – und das Resultat des ganzen Spektakels prangt heute in der SWP unter dem Titel “App-Pionier enttäuscht von Apple”.

Dazu lässt sich sagen:

  • Ich bin nicht enttäuscht von Apple, ich war angepisst von Apples App Reviewer Team.
  • Ich war nie ein Pionier, ich war nur einer der ersten, der bei vieda mitgemacht hat. Und ebenso einer der ersten, der wieder ausstieg :-/
  • Das Foto, das Frau Schäfer geschossen hat, ist fürchterlich und verletzt mein eitles Ego. Dafür kann Frau Schäfer am allerwenigsten, aber zum einen ist rechts nicht meine Schoko-Seite (liegt sicherlich an meiner politischen Gesinnung) und zweitens lächele ich wie ein Debiler, der gerade oral befriedigt wird. Was ein Scheiß!

Und bitte nein, es frage mich keiner mehr, ob ich noch iPhone Apps mache. Ich mache keine! Und ja, all meine App-Ideen, meist schon mit fertigen und sehr geilen Konzepten, können bei mir gekauft werden:
privat (at) andreasheck.de ;-)

 

Die Kinder von Paris

Der Film “Die Kinder von Paris” von Rose Bosch erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte des 11jährigen Joseph, der 1942 mit seinen Eltern auf der Butte Montmartre in Paris lebt. Während er sich mit seinen Freunden auf die Schulferien freut, treffen das französische Regime mit den deutschen Besatzern eine Vereinbarung: Man wird Tausende Juden zusammentreiben und für Nazi-Deutschland internieren und erhält dafür wieder eine eigene Polizei nebst Administration.

Der Pakt mit den Teufeln ist geschlossen, die Juden von Paris werden bei einer Razzia zusammengetrieben und schon bald in das Konzentrationslager Beaune-la-Rolande verbracht, um sie dort bis zur endgültigen Deportation nach Polen zu bewachen.

Sehr emotional erzählt der Film die bedrückende Geschichte der Pariser Juden und man fragt sich als Zuschauer, wie die wenigen Überlebenden eine solch grauenvolle Kindheit jemals hätten verarbeiten sollen. Ein Leben hat nicht ausreichend Jahre, um eine solche Traumatisierung aufarbeiten zu können. Von den Ermordeten ganz zu Schweigen.
Geschwiegen werden soll aber niemals über das bisher düsterste Kapitel der menschlichen Geschichte und auch Rose Bosch erhebt mit ihrem behutsamen und einfühlsamen Film ihre Stimme wider das Vergessen. Doch dieses Mal geht es nicht um den “hässlichen Deutschen”, sondern um die wenig rühmliche Kollaboration der Franzosen, die sich zu Vollstreckern von Hitlers kranker Endlösung erniedrigen ließen und sich mit großer Schuld beladen haben.

Bedrückendes Drama, das einen sprachlos macht und Fragen aufwirft, auf die es nie eine Antwort geben wird.
IMDb 6.9/10, von mir 7.5/10

Willkommen …

… in meiner kleinen Welt!

Nach über 2 Jahren Schweigen musste einmal wieder eine Auffrischung des Weblogs auf meiner privaten Domain www.andreasheck.de stattfinden. In dieser Zeit richtete sich alle schreibende, bloggende, zeigende, hinweisende und natürlich vor allem profilneurotische Betätigung auf unser Weblog der.weinfreak und der Welt liebstes Social Network Facebook.

Ersteres findet nicht mehr statt, weil das Thema Wein aufgrund Zeitmangel und später Ernährungsumstellung zur Gewichtsabnahme nicht mehr im Vordergrund stand. Aus letzterem habe ich mich irgendwann zurückgezogen, weil ich feststellen musste, dass man im Gesichtsbuch zu viel Zeit vergeudet und sich mit Negativem auflädt. Es gab einen Punkt an dem ich mir die Frage stellen musste, weshalb ich Dinge, die mir am Herzen liegen, mit “aller Welt” (sogenannte “Freunde”) teile, dafür jedoch entweder Desinteresse oder aber Hohn und Spott ernte. Ich mag ja vieles sein, aber sicherlich nicht masochistisch veranlagt.

Schreiben jedoch will ich nach wie vor. Nach all den Änderungen in den letzten 6 Monaten umso mehr!
Außerdem gibt es da draußen viele liebe Menschen, die interessiert, was mich umtreibt. Denen möchte ich natürlich nicht das Neueste aus meiner kleinen Welt vorenthalten, sondern gerne (mit)teilen. All die anderen, denen am Arsch vorbei geht, was den Heck umtreibt, muss ich nicht weiter auf die Nerven gehen.

Und um was wird es gehen? Den üblichen Schmarren, den ich schon penetrant via Facebook kolportiert hatte: Meine Ansichten, meine Meinungen, meine Links, meine Fotos, meine Reiseberichte, meine Weisheiten, meine Aufrufe zur Mithilfe für eine bessere Welt – kurz: es wird weiter um die Pflege meiner erstaunlichen Profilneurose gehen.

Den Freunden da draußen, den Verwandten, den Bekannten und allen, die das interessiert, wüsche ich viel Spaß beim Lesen, Erfahren und vielleicht sogar Entdecken!